Bildbearbeitung gone wild

Selbstverständlich nutze auch ich heute den Computer, um meine Bilder durch die moderne „Dunkelkammer“ zu schicken. Auch heute noch ist kein Bild fertig, wenn es aus der Kamera fällt, sondern muss noch nachbearbeitet werden. Früher war das die Dunkelkammer und heute ist es eben der Computer mit verschiedenen Programmen zur Bildbearbeitung.

Bildbearbeitung für spezielle Effekte

Als ich mit Peggy das Mortitia Adams Shooting (Bilder sind hier zu finden) besprochen habe, hatte sie die Idee, auch ein paar Bilder im Vampir-Stil zu machen. Die Ideen flogen hin und her, doch schließlich hatten wir ein Konzept erarbeitet. Da der Grundlook des Themas „Mortitia Adams“ schon mal passt, war eigentlich nur noch die Sache mit den Eckzähnen zu lösen. Da ein Plastikgebiss nicht in Frage kam, war sehr schnell klar, dass ordentlich Pixel geschoben werden müssen. Das gehört aber nicht unbedingt zu meiner vertrauten Bildbearbeitung. Versprechen konnte ich daher nichts, aber den Versuch wollte ich wagen.

Bei der Erstellung der Bilder mussten dann nur noch das Posing und das Licht der Bildidee angepasst werden. Denn die Zähne sollen ja auch zur Geltung kommen. Das hat zu der einen oder anderen lustigen Situation geführt. Ich habe festgestellt, dass ein Model mit schauspielerischer Begabung und einem guten Vorstellungsvermögen die Sache ungemein erleichtert.

Als wir die Bilder im Kasten hatten, ging ich an die Arbeit. Zum Glück habe ich mir schon vorher überlegt, was ich etwa machen wollte und wie ich es erreichen kann. An einem verregneten Samstag war es dann soweit. Ich ging an die Zähne und mischte die Pixel ganz ordentlich durch. Der Rest war dann meine übliche Bildbearbeitung. Die Vampirzähne forte (extra spitz und lang) waren fertig.

Bildbearbeitung für neue Welten?!

Ein Bild hatte ich noch übrig, und bei dem ging es mit mir durch. Durch die Zahnspielerei war ich so angestachelt worden, dass ich mir dachte, da geht noch mehr. Außerdem ist mir durch andere Bildbearbeiter sehr wohl bekannt, dass man mit der digitalen Dunkelkammer eine Menge machen kann. Ich sage nur Composings.

Bei dem Bild musste der leere Raum gefüllt werden. Außerdem sollte der Kontext zum Motiv gewahrt werden. Es muss etwas her, das ein wenig düster aussieht und zum Vampirlook passt. Die Lichtrichtung ist auch noch zu berücksichtigen. Schlussendlich bin ich bei deviantart.com fündig geworden. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Danke an Tamas Ambrits (Hungary), von dem das Bild des Schlosses im Hintergrund stammt. Er war so freundlich, mir die Nutzung zu erlauben. Das Originalbild kann hier bewundert werden. Die anderen Sachen, die er so macht, sind auch sehr spannend. Anschauen lohnt sich auf jeden Fall.

So hatte ich doch tatsächlich nach mehreren Stunden mein erstes Composing in groben Zügen fertig. Es ist sicherlich nicht perfekt, zumal ich mir schon beim Fotografieren einige Stolperfallen eingebaut habe, so zum Beispiel kein Kantenlicht, um das Model besser vom Hintergrund zu trennen, aber bei dem entsprechenden Thema würde ich wieder sowas machen. Und jetzt viel Spass mit den Bildern.

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