Folkloreshow in der Academia

Folkloreshow statt Tangovorführung

Heute mal etwas zum Thema Eventfotografie und Aufnahmewinkel. Ende November waren Ulrike und ich bei einer Milonga (Tangotanzveranstaltung) in der Academia de Tango gewesen. Dabei gibt es gelegentlich Vorführungen von Tangopaaren. Diesmal war die Besonderheit, dass es keine Tangovorführung, sondern eine Folkloreshow war. Sie wurde von den Tanzlehrern (Cinta Tinelli, Lucas Panero, Julio Gordilo und Fabiana Jarma) der Schule dargeboten.
Sie führten eine Chacarera (bekannter Folkstanz aus dem Nordwesten Argentiniens) auf. Aber auch die Bombo (eine Trommel) wurde von Julio gespielt. Ein Instrument, welches ebenfalls zur argentinischen Folklore des Nordwestens gehört .

Aufnamewinkel und fotografische Herausforderungen

Obwohl wir eigentlich zum Tangotanzen da waren, haben wir trotzdem die Kameras mitgenommen. Wie schon gesagt, eine solche Show sieht man nicht alle Tage.
Die Herausforderung war diesmal, dass wir nicht wirklich wussten, wie die Show aufgebaut war. Also keine Ahnung was gezeigt wird, welche Schlüsselmomente es gibt, wie die Lichtsituation ist und wo im Raum die Show stattfindet. Aufgrund dessen, dass es in einen Tanzabend eingebunden ist, kann man keine Blitze einsetzen oder andere Lichtquellen aufstellen. Der Zeitaufwand für den „Umbau“ wäre zu groß. Also muss man mit dem leben, was da ist und das beste daraus machen.

Als die Show begann, wurde das Licht ein wenig heller, aber trotzdem für die Kameras immer noch zu dunkel. Technisch waren wir also mal wieder in Grenzbereichen (hohe ISO-Werte und längere Verschlusszeiten). Da ich mir schon sowas dachte, habe ich mein Einbeinstativ mitgenommen und mit dem Tele benutzt.
Beim der Wahl des Aufnahmewinkels hatte ich weniger Glück als Ulrike. Da es keine Bühne gab und die anderen Gäste auch etwas von der Show sehen wollten, war für uns klar, dass wir uns klein machen mussten und möglichst vor niemandem herumstehen. Ich wählte eine Position am Rand, wo ich mein Geraffel ablegen konnte und keinem im Weg war. Dummerweise war das genau die Stelle, an der ich nur die Rücken der Akteure sehen konnte. Mit viel Glück noch das Profil. Aber das wars auch schon.

Fazit, oder was kann man besser machen

Neben der Tatsachen die Technik zu beherrschen, gibt es noch andere Dinge die man bei solchen Situationen beachten sollte.
Zuerst natürlich die Lichtsituation. Im Vergleich zu Konzerten wechselt diese hier nicht,sondern ist einfach da. Daher sollte man darauf achten, von wo das Licht kommt und dieses bei der Aufnahme berücksichtigen.
Wenn es möglich ist, vorher klären, wo und wie der Event oder die Show stattfindet. Das macht es wesentlich leichter, seine Aufnahmeposition und einen guten -winkel zu finden.
Zuletzt noch herausfinden, was gezeigt wird und welche Schlüsselmomente es gibt. Das alles dann zusammen führen und seine Bilder vorher schon mal im Kopf gestalten, macht es wesentlich einfacher beim Fotografieren.

Hier ein paar Bilder von der Veranstaltung …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.