Reportage auf der Messe Frankfurt

Diese Tage war ich mal wieder im Bereich Reportage unterwegs. Diesmal auf der Messe in Frankfurt. Magdalena Lötzer, die derzeit amtierende hessische Landesmeisterin der Floristen, hat während der Chrismasworld 2013 im Forum an zwei Tagen (Sonntag und Dienstag) die Frühjahrstrends für Floristen demonstriert.

Fotografische Herausforderungen bei Messehallen

Ich hatte es schon in dem Artikel zur Konzertfotografie angesprochen und kann es hier nur wiederholen. In geschlossenen Räumen ist Licht immer zu wenig vorhanden. Also galt auch hier wieder, die Empfindlichkeit der Kamera bis an die Schmerzgrenze zu erhöhen, dabei Rauschen und Unschärfe im Bild in Kauf zu nehmen.

Natürlich kann man hier mit einem Blitz arbeiten (bei Konzerten nicht erlaubt). Doch Messehallen haben hohe Decken und weit entfernte Wände. Indirektes Blitzlicht wird so zur Herausforderung. Doch man findet immer wieder andere Flächen. Wie Säulen, Rednerpulte, Leinwände oder Treppengeländer, die als Reflektionsfläche zu gebrauchen sind. Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt.
Natürlich sind diese nicht weiß gestrichen, so dass Farbveränderungen ganz normal sind. Da die Bilder eher dokumentarischen Charakter haben, kann das aber auch vernachlässigt werden. Es sei denn, dass sie sehr auffällt und die abgebildeten Personen wirklich unschön aussehen. Nur dann mache ich eine Farbkorrektur in der Nachbearbeitung.

Nachbearbeitung von Bildern

Da bei aktuellen Reportagen Zeit ein wichtiger Faktor ist, betreibe ich für die Nachbearbeitung der Bilder keinen großen Aufwand. Am Anfang steht die Reduktion der Datenmenge an.

Da es sich bei Vorträgen, Shows und anderen Veranstaltungen um dynamischen Prozesse handelt, kann seitens des Fotografen wenig bis gar nicht eingegriffen werden. Daher ist es durchaus üblich, hier im Serienbildmodus zu arbeiten. Dadurch wird sichergestellt, dass man keine Bilder mit geschlossenen Augen oder seltsamem Gesichtausdruck hat. Natürlich gibt es auch Bilder, die unscharf oder anderweitig unbrauchbar sind. Die Folge ist, dass eine große Anzahl an Bildern anfällt.
Für mich ist die zeitsparendste Methode, alle Bilder herauszusuchen, die das Geschehen gut illustrieren oder die ich dann weitergeben möchte. Dabei orientiere ich mich an den wichtigen Fragen in einer Reportage (Wer, Wann Was und Wo). Alle anderen werden dann sofort gelöscht. Ich achte hier natürlich auf den Bildeindruck, die Bildstimmung, Schärfe und generell auf die Qualität. Danach geht es an die Bearbeitung dieser Bilder mit einem Bildbearbeitungsprogramm.

Grundsätzlich beschränke ich mich hier auf die Tonwertkorrektur und das Schärfen der Bilder. Weitere Bearbeitungen, vor allem solche, die den Zusammenhang verändern oder eine andere Bildaussage gestalten, sind nicht zulässig. Bildausschnitte sind hier sehr kritisch zu sehen. Aber auch ich greife gelegentlich zu dem Werkzeug. Vor allem dann, wenn die Hand und Kamera eines Kollegen am Rand zu sehen ist oder ein anders störendes und unwichtiges Element dort auftaucht, das ich bei der eigentlichen Aufnahme durch den Bildschnitt nicht verhindern konnte. Mir ist aber auch bewusst, dass dieses Vorgehen kritisch zu sehen ist.

Und nun viel Spaß mit den Bildern:

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