HDR = Highly Destructive Retouching…?!?

HDR (High Dynamic Range) ist in der letzten Zeit bei Fotografen recht populär geworden, aber auch sehr in Verruf geraten. Das ist auf das gleichzeitig durchgeführte Tonemapping zurück zu führen. Wenn man im Internet nach dem Suchbegriff „HDR“ Bilder sucht erlebt man sein blaues Wunder. Viele sehen aus als ob der Bearbeiter LSD oder andere psychoaktive Substanzen konsumiert hat. Daher wird es von Kritikern auch gerne mit „Highly Destructive Retouching“ (Zitat von F. Doorhof) gleichgesetzt, und ich schließe mich dem gerne an. Schuld daran ist die inflationäre Verwendung der Grunge- oder Painter Voreinstellung.

Trotzdem ist die Technik sehr interessant. Als Fotograf wird man oft mit Situationen konfrontiert, in denen der mit dem Auge wahrgenommene Hell-Dunkel-Unterschied (Kontrastumfang), den möglichen Aufnahme-Kontrastumfang der Kamera deutlich übersteigt. Jetzt muss man sich entscheiden ob man die Lichter betonen möchte und somit die Schatten tiefschwarz werden, oder die Schatten betont und dann die hellen Bildbereiche völlig überstrahlt werden. Beides führt dazu, dass keine Details mehr erkennbar sind.

Die Lösung stellt nun das HDR-Verfahren dar, wie das technisch geht ist an anderer Stelle schon beschrieben worden, daher spare ich mir jetzt hier lange Erklärungen. Ich finde das Verfahren aber so interessant das ich es ausprobieren wollte.

Nachdem nun die Beta-Version der Webseite fertig ist, bin ich gerade dabei die Bilder aus Kreta aufzubereiten. Dabei sind auch Bilder die ich speziell für die Weiterverarbeitung mittels HDR vorgesehen habe. Das ist alles noch nicht technisch perfekt umgesetzt, aber es hat Potential finde ich. Hier mal ein Beispiel was so dabei herausgekommen ist.

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