Make up auch für Männer

Heute wird es nur ein Textbeitrag. Es geht um Make-up bei männlichen Modellen, und das bei normalen Aufnahmen. Warum es bei einem Fotoshooting wichtig ist und welche Produkte sinnvoll sind, möchte ich in folgenden etwas näher betrachten. Vor allem wenn kein MUA (Make-up Artist) an einem Set ist, kann der folgende Artikel spannend sein.

Make-up, ein Thema auch für Männer???

Zugegeben als Mann ist man bei dem Thema doch recht ahnungslos. In der Regel beschränkt sich unser Make-up doch auf Dusche, Deo, einen Rasierer und geputzte Zähne. Manche Männer trimmen vielleicht noch die Augenbrauen oder schneiden sich einen extravaganten Bart. Aber dann ist auch schon Schluss mit unseren Styling-Techniken. Für den Alltag ist das meistens ausreichend.

Ein kurzer Ausflug in Film, Fernsehen und Theater. Auch wenn wir es nicht sehen, sind doch alle Personen in diesen Medien geschminkt. Sogar die Nachrichtensprecher sind geschminkt und gepudert. Das hängt mit den Scheinwerfern im Studio zusammen. Diese machen nicht nur hell, sondern produzieren auch eine nicht zu unterschätzenden Menge an Wärme. Das führt dann zu glänzenden Hautstellen und die sehen nicht gut aus.

Aber auch die Nachbereitung der Film- und Fernsehaufnahmen ist eine andere als in der Fotografie. Klar, es gibt Bildbearbeitungsprogramme und jeder Fotograf kann damit auch mehr oder weniger umgehen. Mit den darin enthaltenen Werkzeugen einen Pickel zu entfernen dauert auch nur zwei Sekunden. Aber glänzende Hautstellen entfernen oder größere Veränderungen unsichtbar durchzuführen, kann eine stundenlange Arbeit sein, die dann als Ergebnis trotzdem unbefriedigend ausfällt.

Welche Aufgaben soll das Make-up erfüllen?

Genrell ist es besser, vor der eigentlichen Aufnahme alles so weit vorzubereiten, dass später in der Nachbearbeitung dieses nicht mehr korrigiert werden muss. Das spart Zeit und Nerven. Nachfolgend sind einige Dinge aufgeführt, die einfach zu behandeln sind und keine tieferen Kenntnisse in der Schminktechnik verlangen.

Haare:

Eine gut geschnittene und sitzenden Frisur setze ich jetzt voraus, genauso wie gewaschene Haare. Daher reicht es meistens einen Kamm ode eine Bürste ein zu packen. Damit können vor dem Fotografieren noch mal die Haare in Form gebracht werden.
Bei Outdoorshootings kommt es aber vor, dass durch den Wind die Haare verweht werden und unschön vom Kopf abstehen können. Ist dies nicht gewünscht, können mit Haarspray ohne Glanz und Glitterpartikel längere Haare gebändigt werden.

Augenbrauen:

Wer kennt noch Theo Waigel (wenn nicht, einfach mal im Netz suchen)? Er hat sehr dichte Augenbrauen und nicht jeder Mann möchte dies als sein Markenzeichen tragen.
Vor dem Shooting ist es daher keine schlechte Idee, diese vielleicht in Form zu bringen. Das kann durch auszupfen geschehen. Andere nutzen dafür einen Langhaarschneider um sie zu trimmen. Das hängt von den persönlichen Vorlieben ab.

Wimpern:

Hier haben dunkelhaarige Männer weniger Probleme als blonde oder rothaarige. Bei letzteren fallen die Wimpern einfach nicht auf, da sie zu hell sind. Dem kann durch braune Wimperntusche (schwarze eignet sich hier nicht gut) sehr schnell abgeholfen werden. Jetzt kommen die Wimpern auch auf dem Bild eher zur Geltung.

Hautunreinheiten, -rötungen, Tattoo´s und dunkle Augenringe:

Das gilt auch für den Pickel, der plötzlich am Morgen des Fototermins auftaucht oder Spuren vom Vortag, die man jetzt nicht gebrauchen kann. Dem kann mit einer sogennanten Camouflage Creme, die etwas heller als der Hautton ist, begegnet werden. Früher nannte man das auch Abdeckstift. Die Creme ist aber besser, da sie weniger Spuren in Form von Krümeln hinterlässt. Außerdem können so die Ränder einen weichen Übergang zur Haut bilden.
Kommt jetzt noch ein Make-up im Hautton oder im Farbton der Camouflage-Creme hinzu, sind alle Spuren beseitigt. So können auch Tätowierungen verschwinden (wenn man das denn möchte). Beim Make-up ist nur wichtig, dass es keine glänzenden Partikel enthält. Denn diese sieht man auf dem Bild wieder.

glänzende Hautstellen:

auch wenn die Haut kein Make-up benötigt, ist eine Lage Puder vor den eigentlichen Aufnahmen sehr gut geeignet. Es wird entweder mit einem großen weichen Pinsel oder einer Puderquaste aufgetragen. Es verhindert, dass durch die Blitze glänzende Hautstellen entstehen. Diese können eine gelungene Aufnahme ruinieren.
Bei der Anwendung von Make-up wird Puder zum fixieren verwendet. Somit kann meistens auf Nachschminken verzichtet werden. Auch hier ist darauf zu achten, dass es keine glänzenden Partikel enthält. Am besten ist farbloses Puder geeignet.

feuchte Flecken an der Kleidung:

Auch wenn man frisch geduscht ist und mit Deo hantiert hat, kommt es bei höheren Temperaturen schnell dazu, dass man schwitzt. Manche Locations erfordern auch eine längere Anreise, die dann dazu führt das man sich unfrisch fühlt.
Hier hat es sich bewährt, ein Handtuch und einen Deostift mitzunehmen. So kannst du dich vor Ort noch mal restaurieren und das Deo nachlegen. Das verhindert die Entstehung von dunklen Rändern auf dem Hemd. Ist es richtig heiß, kann das Handtuch unter das Hemd gestopft werden. Das saugt den Schweiß auf und das Hemd hält länger durch.

Ich habe bewusst darauf verzichtet, hier bestimmte Produkte zu nennen, da ich nicht weiss, welche Produkte im Einzelfall vertragen werden. Am besten geht man in eine Drogerie und fragt die freundlichen Verkäufer nach dem gewünschten. Das kann auch heitere Züge annehmen, denn männliche Kunden sind da eher in der Minderheit. Die hervorgehobenen Artikel sind als  Basisausstattung anzusehen.

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